Inklusive, barrierefreie Wohnanlage – AWO Bayern – Laufen

Die neu geplante Wohnanlage verspricht viel Diversität.
Neubau einer AWO- Wohnanlage in der Dr.-Einhauser-Straße 3a in Laufen

In 2017-2018 entstand in direkter Nachbarschaft zum bestehenden AWO Seniorenzentrum, zum Rottmayr-Gymnasium, zum Sappelbauer-Anwesen und in fußläufiger Erreichbarkeit der Laufener Altstadt eine Wohnanlage in Trägerschaft der AWO.

AWO-Wohnanlage_

Bedingt durch die Einbettung in die wirtschaftlich boomende Region Salzburg-Flachgau-Rupertiwinkel und die günstige Verkehrslage zwischen den Schienenwegen der DB (Deutschland) und der Lokalbahn (Österreich) diesseits und jenseits der Salzach mit zwei Bahnhalteplätzen in Laufen und in Oberndorf zeigt sich in den letzten Jahren das Phänomen der Gentrifizierung. Dies meint den sozioökonomischen Strukturwandel, in Gemeinden, Städten und Ballungszentren hin zu deutlich hören Mietpreisen. Dieser Wandel führt oftmals dazu, dass sich die ursprüngliche vor Ort ansässige Bevölkerung den entsprechenden Wohnraum nicht mehr leisten kann.

Diesem Trend will die AWO exemplarisch mit ihrer Wohnanlage in Laufen, in Bezugnahme auf die Schlagworten Bezahlbar, Barrierefrei und Sozialinklusiv entgegenwirken.

Daher ist die AWO-Wohnanlage in Laufen konzipiert für kinderreiche Familien, Alleinerziehende, Menschen mit psychiatrischen Beeinträchtigungen, aber auch für Senior*innen und Menschen mit Assistenzbedarf, die ein selbstständiges Leben in einer Wohngemeinschaft wollen und die nur über ein geringes Einkommen verfügen.

Ausschlaggebend für den Anspruch und die Wohnberechtigung ist hier ist eine Einkommensprüfung durch die Abteilung Wohnbauförderung am Landratsamt Berchtesgadener Land. Der jeweilige Wohnungsmietpreis orientiert sich an einer ortsüblichen Miete, im Rahmen der Einkommensprüfung wird jedoch über einen einkommensindividuellen Mietzuschusses durch die Kreisverwaltungsbehörde beschieden.

Alle der insgesamt 13 gebauten Wohnungen in der Größe von 50 bis 104 Quadratmeter sind barrierefrei und ebenerdig oder mit einem Aufzug erschlossen. Bedarfs- und Zielgruppenentsprechend entspricht das Groß der Wohnungen geräumigen 4-Zimmer-Wohnungen (8 Wohnungen), die ideal für Familien mit Kindern und/oder pflegebedürftigen Angehörigen aber auch für Wohngruppen bis zu drei Personen, ausgerichtet sind. Der geringere Teil der Wohnungen ist als 2- und 3-Zimmer-Wohnungen (jeweils 2 Wohnungen) konzipiert.

Der generationenübergreifende Ansatz in der Wohnanlage im bestehenden Ortsteil/ Quartier bietet vielfältige Möglichkeiten der Begegnung, der Sicherheit und der gegenseitigen Hilfe und Unterstützung. Ältere Menschen können wichtige Bezugspersonen für Kinder und Eltern sein. Jüngere können die Mobilitätseinschränkungen Älterer oder Menschen mit Handikaps ausgleichen. Nachbarn können die Versorgung von Haustieren bei Abwesenheit übernehmen. Ehrenamtliche aus der Nachbarschaft können die Lebensqualität im Haus und im Stadtteil zusätzlich fördern und so zur Entwicklung einer starken Gemeinschaft beitragen.

Als ein besonderer Vorteil der Wohnanlage scheint neben der etablierten und gewachsenen Struktur der frei-gemeinnützigen AWO-Trägerschaft, die direkte räumliche Nähe zum bestehenden AWO-Seniorenzentrum auf, die es im Vergleich zu so manchem „betreuten Wohnen“ möglich macht, dort angebotene Leistungen, wie z. B. einen warmen Mittagstisch als Mehrwert nutzbar zu machen.

Der Erstbezug der Wohnungen fand zum Jahresende 2017 statt.

Ansprechpartner: Michael Schönsmaul
Kontakt: info@sz-lau.awo-obb.de